Personal tools
You are here: Home Press Room Press Releases Olympia interaktiv – Zuschauer entscheiden über Programmangebot  

FOR IMMEDIATE RELEASE

Olympia interaktiv – Zuschauer entscheiden über Programmangebot

Interaktives Fernsehen im Test: Europäisches Forschungsprojekt „LIVE“ lässt Zuschauer über Bildauswahl mitentscheiden. Mehr als 500 österreichische Testhaushalte beteiligen sich am großen Fernsehtest „ORF interaktiv“, der im Rahmen des Forschungsprojektes während der Live-Übertragung der Olympischen Sommerspiele in Peking durchgeführt wird.

Olympia interaktiv – Zuschauer entscheiden über Programmangebot

Salzburg Research Press Release

Salzburg, Austria 2008-08-16


„Die Olympischen Spiele 2008 in Peking haben begonnen. Sie sitzen vor Ihrem Fernsehgerät und  stellen sich mit Ihrer Fernbedienung Ihr persönliches Erlebnis der Olympischen TV-Sportberichter- stattung zusammen“, so beschreibt DI Georg Güntner, technischer Projektverantwortlicher für LIVE bei  Salzburg Research, das neue Fernsehformat.   Während der Übertragung des Zeitfahrens der Radsportler werden Sie darauf hingewiesen, dass auf  einem parallelen Kanal Interviews mit den teilnehmenden Athleten gezeigt werden. Sie schalten auf  diesen Kanal um, springen von dort aber bald zur gleichzeitig laufenden Zusammenfassung der  wichtigsten Entscheidungen des Vortags. Ein Moderatorenteam weist Sie darauf hin, dass einer der  Favoriten kurz vor dem Zielsprint steht und überlässt Ihnen die Entscheidung, zum Zeitfahren zurückzukehren oder bei der Zusammenfassung des Vortags zu verweilen. Und dies alles, ohne jemals den Blick für das gesamte Geschehen zu verlieren!  
 
Der Feldversuch „ORF interaktiv“ ist Teil des Forschungsprojekts „LIVE-Staging of Media Events“, das die Vision eines neuen Fernseherlebnisses während der Live-Übertragung von Großveranstaltungen  verfolgt. Erste Ergebnisse: Zuschauer haben keine Probleme in ihrer Rolle als „Regisseure“ 500 Kunden von aonTV meldeten sich für den Versuch an. Die Zuschauer können während der Übertragung zwischen mehreren Sportarten wählen und geben dem Regisseur via Fernbedienung Feedback über ihre Wünsche. Durch neue Entwicklungen im Projekt ist dieser nun in der Lage, sofort zu reagieren und die Präferenzen des Publikums zu erfüllen. Eine Fernsehvision zum Greifen nahe: der Zuschauer wird zum Koregisseur und Fernsehen demokratischer! „Herkömmliche Rückmeldungen der Zuseher gelangen meist mit mindestens einen Tag Verzögerung bei der TV-Anstalt ein“, berichtet Güntner.  
 
Nach dem ersten Testwochenende, am Samstag 9. und Sonntag 10. August, waren zu Spitzenzeiten gut 200 Haushalte trotz des schönen Wetters und der frühen Übertragungszeiten auf Sendung.  „Von unseren Projektpartnern beim ORF wissen wir anhand stichprobenartiger Telefoninterviews und der Auswertung der Telefonhotline, dass die Zuschauer mit dem neuen Sendekonzept gut zurechtkamen“, zeigt sich Güntner über die ersten Testtage erfreut. Während am Samstag 15 Personen Fragen an die Hotline stellten, reduzierte sich dies am Folgetag auf fünf Anrufe. Besonders angesprochen habe die Zuschauer die angebotene Interaktivität.   
 
Auch der ORF-Regisseur stand vor einer neuen Herausforderung: Unmengen an Informationen – wie Live-Ereignisse und Archiv-Material – und das Zuschauerfeedback, welches direkt auf seinem Regiepult landete, mussten zu vier spannenden Olympiageschichten kreiert werden. Als wichtiges Element wurde die entwickelte Analyse-Software gewertet, mit der die Zuschauerpräferenzen unmittelbar ausgewertet wurden.  Eine TV-Vision wird Realität Realisiert wurde die TV-Vision durch neuartige interaktive Sendeformate, Produktionsverfahren sowie eine technische Infrastruktur zur Unterstützung des Produktionsprozesses. Verknüpft werden verschiedene TV-Inhalte, die bei dem Standard von Live-Übertragungen mit Einkanalrundfunk nicht verbunden werden können: Aufnahmen der verschiedenen live arbeitenden Kameras, Archiv-Material, Hintergrundberichte, Informationen über die Athleten und die laufenden olympischen Bewerbe.  
 
Salzburg Research ist dabei für die Entwicklung der Datenbank verantwortlich, die ein intelligentes Medienmanagement erlaubt (das so genannte „Intelligent Media Framework“). Durch diese neue Datenbank ist es möglich, die hohe Vielfalt der Inhalte zusammenzuführen, die dem Fernsehpublikum angeboten werden können. Auch hier gibt es erste statistische Auswertung der enormen Datenmengen, die am ersten Übertragungswochenende vom System verarbeitet werden mussten: Anzahl der olympischen Veranstaltungen: 2.664 (z.B. Schwimmen, 200m Lagen, Vorlauf 1), Anzahl der SportlerInnen: 8.105, Anzahl der Teams: 470. Darüber hinaus wurden beispielsweise am Samstag vom System gut 70.000 Nachrichten verarbeitet.  
 
LIVE-Staging of Media Events
Das Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union finanziell  unterstützt und dauert mehr als 3,5 Jahre. Es forschen und entwickeln unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse und Informationssysteme, der ORF, die Salzburg Research Forschungsgesellschaft, die Kunsthochschule für Medien Köln, Atos Origin, die Universität Bradford, die Universität Laibach, die FH Köln und Pixelpark. Die Testhaushalte stammen aus dem IPTV-Kundenkreis der Telekom Austria. 
 
www.ist-live.org
 
Bildmaterial
Bildmaterial finden Sie auf http://fotos.salzburgresearch.at/
Die Verwendung ist mit dem entsprechenden Urhebervermerk frei.
 

Bildtexte
Die einfache Bedienung macht Olympia zu einem
echten Erlebnis. ©ORF Im Regieraum werden live Bilder, Archivmaterial und
Zuschauerwünsche gebündelt. ©ORF
 
Rückfragehinweise
Mag. Alexandra Wagner  
Leitung Communications | Public Relations
Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.
Jakob Haringer Straße 5/3, 5020 Salzburg, Austria
T +43.662.2288-324 | M 0676.4706486
F +43.662.2288-222
alexandra.wagner@salzburgresearch.at  
www.salzburgresearch.at
DI Georg Güntner  
T +43.662.2288-401 | F +43.662.2288-222
georg.guentner@salzburgresearch.at  

###